Wirkung und Funktion von Gewichtsdecken

Wie wirkt eine Gewichtsdecke?

Gewichtsdecken üben einen gleichmäßigen Druck auf den gesamten Körper aus, was sich positiv auf unseren Hormonhaushalt auswirkt:

Was das im Detail zu bedeuten hat und wie Gewichtsdecken es schaffen, diese Wirkung auf den Körper zu erzielen, erklären wir Dir in den kommenden Abschnitten. Eins sei schon vorab gesagt – all das ist kein Hexenwerk! Im Gegenteil, es handelt sich um ganz natürliche Prozesse, die durch bestimmte Reize – erzeugt durch die Gewichtsdecke – in Deinem Körper angeregt werden.

Wie reagiert der Körper auf eine Gewichtsdecke?

Du fragst Dich, was genau passiert, wenn Du Dich mit einer Therapiedecke zudeckst? Im ersten Moment wahrscheinlich nichts. Warte einige Minuten ab, mach die Augen zu, entspann Dich und schon bald wirst Du die ersten positiven Effekte der Gewichtsdecke auf Deinen Körper bemerken.

  • Du spürst ein Gefühl der Geborgenheit
  • Der Körper kommt zur Ruhe
  • Du entspannst Dich und kannst Abschalten
  • Die Gedanken hören auf zu Rasen
  • Du bist wieder im Einklang mit Dir selbst
  • Ein angenehmer Ruhepuls stellt sich ein
  • Du wirst müde und schläfst schön langsam ein

Wie funktioniert die Gewichtsdecke?

Deep Pressure Touch Stimulation, kurz DPTS, bezeichnet den Effekt, dass sich bei sanftem, gleichmäßigem Druck auf den Körper das Nervensystem und die Muskulatur entspannen. Bist Du schon einmal im Winter unter dem Gewicht von schweren Daunendecken aufgewacht und hast Dich einfach nur entspannt, gelassen und friedlich gefühlt? Dann hast Du schon einen kleinen Vorgeschmack von dem erlebt, wie Deep Pressure Touch Stimulation – also die Stimulation durch tiefen Druck – auf den Körper wirkt. 

Unser Körper wird größtenteils vom sympathischen und parasympathischen Nervensystem reguliert, indem diese die Ausschüttung oder Verringerung bestimmter Hormone im Körper beeinflussen. Der Sympathikus steht für den aktiven (“fight and flight”), der Parasympathikus für entspannten Modus (“rest and digest”). Im Alltag unserer heutigen Leistungsgesellschaft sind wir oft Stress und großen Belastungen ausgesetzt, was dazu führt, dass die Aktivität des sympathischen Nervensystems überwiegt und wir – vor allem Nachts – nicht mehr abschalten können. DPTS führt dazu, dass die sympathischen Nervenfunktionen herunter reguliert werden und der Parasympathikus – auch Ruhenerv genannt – die Oberhand gewinnt. Die Folge: Der Puls verlangsamt sich, wir beruhigen uns und können entspannt und gelassen einschlafen. 

Wo Dir Deep Pressure Touch Stimulation schon einmal begegnet ist:

  • im Bauch Deiner Mutter vor Deiner Geburt
  • bei Umarmungen
  • schwere, kuschelige Daunendecken im Winter
  • beim Streicheln
  • beim Pucken von Babys
  • in einem Schlafsack

Serotonin und Melatonin – Wellness für die Seele mit einer Gewichtsdecke

Durch gleichmäßigen Druck auf den Körper werden die sogenannten Wohlfühlhormone ausgeschüttet. Diese wollen wir Dir hier einmal genauer vorstellen.

Serotonin – the Happymaker

Serotonin wird auch das Glückshormon genannt – und das nicht ohne Grund! Es spielt eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit deinem Wohlbefinden und übernimmt im Körper einige wichtige Funktionen. Neben der Informationsweiterleitung im Gehirn – vor allem bei kreativen Prozessen – übt es auch eine Kontrollfunktion auf das Herz-Kreislauf-System und den Magen-Darm-Trakt aus. Außerdem wird ein Teil des Serotonins im Körper abgebaut zum Schlaf- bzw. Erholungshormon Melatonin.

Serotonin kann nicht über die Nahrung aufgenommen werden, jedoch sein Ausgangsstoff: Die Aminosäure Tryptophan. Diese ist unter anderem in Lebensmitteln wie Nüssen, Weizen und Fisch enthalten. Also, iss Dich glücklich! ;)

Melatonin – Das Erholungshormon

Dieses Hormon steuert den Tag-Nacht-Rhythmus unseres Körpers. Es wird in der Zirbeldrüse im Zwischenhirn aus Serotonin gebildet – und zwar hauptsächlich, wenn es dunkel ist. Eine verringerte Konzentration von Melatonin im Körper führt zu Schlafstörungen bzw. einem gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus. Ein ausgewogener Melatoninspiegel hat einige positive Effekte auf den Körper:

  • kann Migräne vorbeugen
  • Anregung des Haarwuchses
  • fängt freie Radikale ab, wirkt also antioxidantisch
  • fördert die Ausschüttung körpereigener Wachstumshormone

Cortisol – Das Stresshormon

Auch Cortisol ist ein Hormon, das im Körper wichtige Funktionen übernimmt. So aktiviert es im Körper zum Beispiel katabole Stoffwechselvorgänge um ihm mehr Energie zuzuführen. Dadurch wirst Du leistungsfähiger und kannst anspruchsvolle Aufgaben im Alltag besser meistern. Allerdings leiden viele Menschen aufgrund von zu viel Stress unter einem erhöhten Cortisolspiegel. Die daraus resultierenden Ein- und Durchschlafstörungen führen zu Müdigkeit am nächsten Tag und somit zu noch mehr Stress – ein Teufelskreis! Die beruhigende Wirkung einer Gewichtsdecke führt zu einer verringerten Ausschüttung von Cortisol und fördert dadurch einen gesunden, erholsamen Schlaf.

Eine dauerhaft erhöhte Menge von Cortisol im Körper führt zu:

  • Herzerkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Fehlfunktionen des Immunsystems
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Gedächtnissverlust
  • Stimmungsschwankungen
  • Psychische Erkrankungen
Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und bewusste Pausen halten den Cortisolspiegel in Deinem Körper auf einem gesunden Level. Vermeide zu viel Zucker, Koffein und fettiges Essen!